Der Kulturteil.
-

© Julian Baumann Wachse oder weiche – Ein (Musik-)Theaterabend von und mit Maximilian Schafroth in den Münchner Kammerspielen
Von
am
Dass es ein Abend der Kapitalismuskritik wird, verdeutlicht schon der imperative Titel von Maximilian Schafroths neuer Produktion an den Münchner Kammerspielen: Wachse oder weiche. Es ist ein musikalische Kabarett-Theaterstück – falls es diesen Genrebegriff noch nicht gibt, muss er spätestens für Wachse oder weiche etabliert werden. Neben dem Schauspieltext wird musikalisch eine bunte Kombination aus…
-

© Tanja Gernet „Liebe Jorinde“ – Mareike Fallwickl über einen neuen Feminismus des Miteinanders
Von
am
Dieses Buch ist ohne Zweifel eines der wichtigsten gesellschaftspolitischen, sozialpolitischen und feministischen Werke, das ich in letzter Zeit gelesen – und gehört – habe. Liebe Jorinde von Mareike Fallwickl – ein Brief, ein Aufruf, ein Manifest für einen Feminismus des Miteinanders. Erschienen im Kjona Verlag, einem kleinen, feinen und unabhängigen Verlag, der wunderbar kluge Bücher…
-

© Tanja Gernet Der neue Roman von Susanne Abel – Heimkinder, Traumata und die Nachkriegszeit
Von
am
Der Autorin Susanne Abel gelingt mit „Du musst meine Hand festhalten, Kind Nummer 104“ ein Roman, der sich tief bei mir eingegraben hat. Hardy und Margret (Kind Nr. 104 und Kind Nr. 87) verlieren im Zweiten Weltkrieg ihre Familien und wachsen in einem Kinderheim unter Nonnen auf. Das Heim geprägt ist von Grausamkeit, Misshandlung und…
-

© Tanja Gernet Bye Bye Lolita – Die feministische Neubetrachtung eines Klassikers
Von
am
Ein Abend, der uns tief bewegt hat: Die Autorin und Schauspielerin Lea Ruckpaul las in der wunderbaren unabhängigen Buchhandlung CoLibris in Neuhausen aus ihrem Debüt-Roman Bye Bye Lolita – eine radikale, erschütternde Neuerzählung von Nabokovs Lolita, diesmal geschrieben von Lolita selbst. Direkt, explizit, voller Wut. Ruckpaul benennt klar und unmissverständlich, um was es in Nabokov…
-
Heimat – Ein packender Roman über Tradwives und religiösen Fundamentalismus
Von
am
Im Mittelpunkt des Romans Heimat von Hannah Lühmann steht die schwangere Jana, die mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern raus aufs Land zieht und dort versucht, neue Kontakte zu knüpfen. Sie wird in einen Lesekreis eingeladen – zunächst geht es vermeintlich „nur“ um Erziehung, was Jana interessiert aber auch erst mal irritiert und nachdenklich…
-

© Joel Heyd Wenn Sprache kippt – und mit ihr die Demokratie: Chronik der Entgleisungen im Münchner Metropoltheater
Von
am
„Wir leben in einem Riss.“ Ein Satz, der im Zuschauerraum hängen blieb wie eine Schneide. Chronik der Entgleisungen im Metropoltheater zeigt mit beklemmender Klarheit, wie sich Geschichte wiederholt: das Erstarken rechtsextremer Kräfte, der schleichende Umbau von Sprache, Denken und Gesellschaft. Österreich wird hier zum Spiegel, in dem wir auch Deutschland erkennen – das Wiedererstarken nationalistischer Rhetorik, das…
-
„It’s a bop“ – Taylor Swifts neues Album The Life of a Showgirl (2025)
Von
am
„It’s a bop“ – so lässt sich das neue Album von Taylor Swift am ehesten zusammenfassen. Seit Anfang Oktober tanzt das halbe Internet und sicherlich auch viele Menschen in der offline-Welt zu den äußerst eingängigen Songs auf The Life of a Showgirl. Mitverantwortlich für die Ohrwurmqualität der zwölf Songs ist die erneute Zusammenarbeit mit den schwedischen…
-

© Michael Gernet Max Goldt liest. „Drehen Sie auch bei Durchfall?“
Von
am
„…nein, dann nicht. Das ist nicht so beliebt“. Wenn solche Sätze in einer Lesung vorkommen, die nicht in die Comedy-Ecke abdriftet, kann es nur Max Goldt sein. Goldt liest an diesem Abend im Oktober – insgesamt über zwei Stunden – im Münchner Lustspielhaus Texte überwiegend aus seinem neuen Buch „Aber?“. Mitunter kommen auch ältere, teilweise…
